Fatima Daas, 1995 in Frankreich als jüngstes Kind algerischer Eltern geboren, zählt zu den markantesten Stimmen der zeitgenössischen französischen Literatur. In ihrem Debütroman Die jüngste Tochter (Ullstein Buchverlage; Originaltitel: La petite dernière, Éditions Noir sur Blanc, 2020) setzt sie sich mit ihrer Herkunft, muslimischen Glauben und Homosexualität auseinander. Der Roman wurde international gefeiert, in zahlreiche Sprachen übersetzt und die deutsche Ausgabe 2021 mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet. Die Verfilmung der Regisseurin Hafsia Herzi feierte 2025 ihre Premiere in Cannes und war im Herbst 2025 in deutschen Kinos zu sehen.
In ihrem zweiten Roman Jouer le jeu (Éditions de l’Olivier, 2025), erschienen zur rentrée littéraire, erzählt Daas von Freund*innenschaften, Solidarität und Rassismus sowie von der sozial stigmatisierenden Banlieue. Die deutsche Übersetzung ist ab Februar 2026 erhältlich.
Sina de Malafosse, die beide Romane übersetzt hat, überträgt den Abend ins Deutsche.
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