Konflikte haben ihr Antlitz in den letzten Jahren radikal verändert. Sie entstehen aus spontanen Protestbewegungen und sind oftmals über social media gesteuert: kollektive Revolten ohne erkennbare Anführer. Wie wird oppositionelle Meinung heute sichtbar gemacht?
0Der Marsch von JA und NEIN0 des in Paris lebenden Künstlerduos Kristina Solomoukha und Paolo Codeluppi ist ein Umzug, der potentielle, zivilgesellschaftliche Meinungsäußerung im öffentlichen Raum mittels Fahnen, Schildern, Musik und Accessoires sichtbar macht. Obwohl sie sich gängiger Symbole des Aktivismus bedient, ist die Parade keine politische Manifestation, sondern vermischt vielmehr rituelle Formen von Karneval, religiösem Umzug und Militärparade.
Alle TeilnehmerInnen sowie die Flaggen sind in Schwarz/Weiss. Der (choreo)graphische Aspekt verstärkt die zeitlose Ästhetik der Parade. In einem Workshop werden die Flaggen im Vorfeld in Karlsruhe gestaltet. Musikalische Begleitung durch akustische Instrumente sowie ein Fahrzeug sind Teil des Marsches.
Interessierte Personen und Passanten in Karlsruhe können sich dem Umzug anschließen. Wir treffen uns vor der Postgalerie, am Stephanplatz und gehen gemeinsam zum Schloss.
In Kooperation mit dem Badischen Landesmuseum im Rahmen der Europäischen Kulturtage Karlsruhe.