Mehr Mitgefühl und Kollektivität: Gabriel Hensche und Didem Yazici

Finissage der Ausstellung "Like Father, Like Son"

© Gabriel Hensche, Video still "I'm Not Sure", 8', 2017 © Gabriel Hensche © Gabriel Hensche © Gabriel Hensche
05. Juli 2018, Stiftung CCFA Karlsruhe, Postgalerie, Eingang Karlstraße 16b, 3. Etage, 76133 Karlsruhe. Beginn: 19 Uhr. Eintritt frei.

Herzliche Einladung zur Finissage der Ausstellung „Like Father, Like Son“ von Gabriel Hensche in unseren Räumlichkeiten.

Sie erwartet ein informelles Gespräch mit dem Künstler und Didem Yazici, kuratorische Assistenz im Badischen Kunstverein, zu „Mehr Mitgefühl und Kollektivität“ – wir essen gemeinsam und sprechen über Hingabe, Arbeit und die eigene (künstlerische) Praxis.

Liebe Unbekannte, Freunde und Geliebte,  

wir möchten Euch und Eure Praxis zu „Mehr Mitgefühl und Kollektivität“ – einem offenen Gespräch über Hingabe, Arbeit und Praxis im Rahmen eines Abendessens einladen. Für Euer soziales oder künstlerisches Engagement halten wir einen Beamer, ein Mikrofon, einen Lautsprecher, eine Wand, einen Tisch, Raum und Zeit bereit. Die Veranstaltung findet am 5. Juli um 19 Uhr im Kontext der Ausstellung Like Father, Like Son in der Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe statt.

Als ich das CCFA zum ersten Mal besuchte, sah ich seine Mitarbeiter*innen im Kreis um ihre Bürotische sitzen. Ich fragte mich woran sie arbeiteten. Sie arbeiten für eine Verbindung, eine Beziehung oder Freundschaft, dachte ich. Ich fragte mich, welche Art von Verbindungen und Beziehungen brauchen wir heute? Welche Art von Verbindungen brauche ich und wie kann ich mich um diese kümmern?

Wir haben eine Verbindung zu Menschen wie Freunden, Liebhabern und Familienmitgliedern. Es gibt jedoch Zeiten, in denen wir all diese Menschen zurücklassen müssen –  zum Beispiel während eines Aufenthalts in einer Künstlerresidenz. Ich begann meine Zeit an der Cité Internationale des Arts, Paris als eine Art Honeymoon zu begreifen, in welchem meine künstlerische Praxis und ich viel Zeit miteinander verbringen können. Aber nach einer Weile fühlte sich unsere Beziehung etwas eintönig an und so beschlossen wir eine Serie von Zusammenkünften – Closed Studios – in unserem Atelier zu organisieren, um andere Künstler und ihre Praktiken kennenzulernen. Eines Tages besuchte mich FormContent in Paris und wir entschieden uns gemeinsam ein Closed Studio zu organisieren. Die Unterhaltung mit FormContent führte zu dem Gedanken, dass das, was unserer Beziehung während einer Künstlerresidenz fehlt, die Stückchen eines Zuhauses sind, welche Trost in die tägliche Routine bringen.

Während ihrer Eröffnungsrede zu meiner Ausstellung Like Father, Like Son im CCFA machte Didem Yazici ein Statement für mehr Mitgefühl und Kollektivität. Ihre scharfsinnige und hoffnungsvolle Rede bewegte mich dazu, den Prozess fortzuführen, welcher mit den Closed Studio Treffen in Paris begann. Wir sehen nicht nur die Notwendigkeit uns bei Eröffnungen zu treffen, sondern begreifen Ausstellungen als eine Möglichkeit einer informellen Zusammenkunft. Da ich selbst Gast bin, freue ich mich umso mehr, dieses Treffen gemeinsam mit jemandem zu veranstalten, der sich mit und für die Lokale Kunstszene engagiert. Didem und ich möchten Euch zu einem Abendessen einladen, während welchem wir Fragen stellen, kurze Präsentationen halten und unsere Praktiken teilen können. Wenn Deine Praxis nicht kommen kann, aus welchen Gründen auch immer, bitte wir Dich etwas mitzubringen, das ihr zusammen gemacht habt.

Bitte schreibe uns und lasse uns per E-Mail wissen (RSVP), ob Du an dieser Veranstaltung teilnehmen kannst und was Du mitbringen, zeigen und diskutieren möchtest.

Gesellige Grüße
Gabriel & Didem