Finishing the job

Anmerkungen zur deutschen Kontinuität und zum europäischen Mythos – Marie Rotkopf

© Katja Klein
13. November 2018, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Vortragssaal im Erdgeschoss, Reinhold-Frank-Str. 81, 76133 Karlsruhe. Beginn: 19 Uhr. Eintritt frei.

Die französische Autorin, Kritikerin und Künstlerin Marie Rotkopf (geb. 1975, Paris) stellt an diesem Abend ihre poetische und politische These vor:  Eine Kritik an der deutschen Dominanz in Europa -ganz unmissverständlich-, um am Ende zu zeigen, wie sehr der « deutsche Geist » sich durch sein Kontinuum verrät. Dafür betont sie die Wichtigkeit der permanenten Kritik, weitervererbt von den Situationisten, als auch die Positionen von Philosophen und Soziologen wie Vladimir Jankélévitch oder Émile Durkheim.

Sie wird zugleich im Kalinowski-Raum ein Diaporama zeigen, welches sie zusammen mit dem deutschen Künstler Daniel Megerle realisiert hat, zum Thema  nationaler Identität und kultureller Missverständnisse.Das Diaporama und die Ausstellung verstehen sich nicht als Illustration von Thesen, sondern wollen den Blick auf die Thematik mit Mitteln der poetischen Imagination erweitern.

Marie Rotkopf gründet 2007 die deutsch-französische Künstlergruppe Internationale Surplace, um über die deutsch-französische Freundschaft und Europa zu reflektieren; zusammen mit dem Künstler Daniel Megerle, der an der Hfbk Hamburg studiert hat.

Sie veröffentlicht in Kunst- und Soziologiezeitschriften (Frog, Mittelweg 36, Revue du M.A.U.S.S...) und macht Lesungen, Ausstellungen, Performances (Hamburger Kunsthalle, Die Kolonie Worpswede, Literaturhaus Stuttgart, Warburg-Haus…). In ihrem Buch Antiromantisches Manifest (Edition Nautilus, 2017) warnt sie vor der deutschen Romantik heutzutage und schlägt durch ihre lyrische Gedankenprosa eine Entromantisierung der Welt vor.

In Kooperation mit: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe